Die Vorbereitung ist durch. Der TV Neuhausen greift nun wettbewerbsorientiert in den Harztopf. Die Verantwortlichen sind vor dem Auftakt guter Dinge.
Der TV Neuhausen ist gerüstet. Am Samstagabend geht es vor heimischem Anhang erstmals nach der Sommerpause um Zählbares in der Regionalliga. Die Männer um Trainer Toni Lutter empfangen dann die HSG Willstätt/Hanauerland unterm Hofbühl. Der Kommandogeber, der die Ermstäler in der Vorsaison mit einer bärenstarken Rückrunde vor dem Abstieg bewahrte, ist schon wieder heiß auf die Stimmung in der Hofbühlhalle. „Die Unterstützung hilft enorm, das hat in der Rückrunde schon Bock gemacht“, sagt Lutter. Dass der Neuhäuser Anhang verhalten zum Saisonauftakt strömt? Eher unwahrscheinlich, Urlaubszeit hin oder her.
Aber zum Sportlichen: Toni Lutter ist mit der Vorbereitung soweit zufrieden. Gerade in der zweiten Phase sei es immer besser geworden, lobt der Trainer. Auch die Neuzugänge haben sich bestens integriert. „Alle vier sind stark und haben schon in der Vorbereitung richtig Spaß gemacht“, bestätigt Markus Bühner als sportlicher Leiter den Eindruck. Bühner wie Lutter betonen aber unisono: „Die Liga ist nochmal etwas enger geworden in dieser Saison.“ Doch wenn man an die starke Rückrunde der Saison 2025/2026 anknüpfen kann, dann ist beim TV Neuhausen keinem so wirklich bange. Ein Spaziergang wird es aber trotzdem nicht in dieser Regionalliga – eher ein Ausdauerlauf magath‘scher Prägung mit samt Medizinball auf die Spitze des Hofbühls. „Wir müssen in jedem Spiel ans Maximum gehen“, stellt Lutter klar, ergänzt aber: „Wenn wir das schaffen, dann können wir es auch mit jedem Gegner aufnehmen und schlagen, das haben wir in der letzten Saison gezeigt.“
Was gibt es noch zum Gegner aus dem Hanauerland zu sagen? Nicht sehr viel Aktuelles, wie Toni Lutter bekennt. Wie zurzeit vieles in der Welt des Handballs, hat auch das Videoportal das zum Gegnerstudium genutzt wird, mit technischen Gebrechen zu kämpfen. Zwar hat man in der Vorsaison bereits gegen die HSG aus dem Ortenaukreis gespielt und bedauerlicherweise zweimal verloren – in der Rückrunde trotz starker Aufholjagd knapp mit 36:37 –, doch davon Rückschlüsse auf die neue Saison zu ziehen, käme dem Lesen von Kaffeesatz gleich.
„Wir wissen nicht so genau, was die jetzt machen in der neuen Saison“, sagt Lutter und ist vor Rundenstart schon zu Scherzen aufgelegt: „Wenn die jetzt fünf Franzosen aus der Bundesliga geholt haben, dann wird’s natürlich eng.“ Das ist aber, gottlob aus Sicht der Neuhäuser, nicht der Fall. Dennoch bleibt aufgrund der dürren Datenlage nur die Besinnung auf das eigene Agieren: „Wir müssen uns auf uns konzentrieren und peilen natürlich zwei Punkte an.“ Markus Bühner als sportlicher Leiter hält das für machbar: „Wir sind auf jeden Fall vorbereitet, auch dank einer anspruchsvollen Vorbereitung.“ Am Samstagabend ab 20 Uhr wird man es im Neuhäuser Lager wissen, was die letzten Wochen und Monate auf der Platte wert sind.
buxx
